Im Rahmen unseres ökumenischen Ostergottesdienstes sind wir dieses Jahr der Frage nachgegangen, was uns in schweren Zeiten das Leben wieder leicht macht.

Dazu haben wir uns die Emmausgeschichte ausgewählt. Die Jünger starten genau so, wie man sich das nicht wünscht: enttäuscht, leer, irgendwie fertig mit der Welt. Und genau da passiert das Entscheidende: Auf ihrem Weg begegnen sie dem auferstandenen Jesus. Und plötzlich wird aus dieser Schwere Schritt für Schritt wieder etwas anderes: Hoffnung, Bewegung, Leben.

Zu Beginn der Feier stand vorne am Altar ein kleiner Koffer aus Karton, sehr unscheinbar, aber mit ziemlich schweren Worten drauf: „Leere“, „Enttäuschung“, „Verlassen sein“. Im Laufe der Feier wurden Heliumballons an dem Koffer angebracht, und das anfänglich Schwere hob sich langsam in die Luft.

Im Anschluss waren unsere Schüler:innen gefragt: Wer oder was macht ihr Leben leichter, wenn es gerade nicht so rund läuft? Jede Klasse bekam einen Herzballon, auf dem die eigenen Ideen gesammelt wurden.

Die musikalische Begleitung von Frau Prof. Ruf mit den Schüler:innen der 7. Klassen hat wesentlich zum Gefühl der Leichtigkeit der Feier beigetragen.

Zum Schluss sind die Ballons in der Aula gelandet bzw. hängen geblieben, gemeinsam mit der von Schüler:innen gestalteten Osterkerze. So ist dort neben dem Licht der Osternacht eine Sammlung dessen entstanden, was das Leben leichter macht.

Kein klassischer Gottesdienst, aber einer, der vielleicht hängen bleibt.

Mag. Magdalena Schlinger, MMag. Katrin Zahradnik